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10.04.2026

«Volle Betten allein reichen nicht»

GastroGraubünden besorgt über steigende Kosten

Graubünden blickt auf ein touristisch starkes Jahr 2025 zurück. An seiner Delegiertenversammlung in Maienfeld macht GastroGraubünden klar: Hohe Frequenzen und steigende Logiernächte bedeuten noch nicht zwingend wirtschaftlichen Erfolg. Steigende Kosten, sinkende Margen und zusätzliche Belastungen setzen viele Betriebe unter Druck.

An der 112. Delegiertenversammlung von GastroGraubünden standen neben den statutarischen Geschäften vor allem die wirtschaftliche Lage der Branche und die politischen Rahmenbedingungen im Zentrum. Die Delegierten wählten zudem Sven Bodenmann vom Hotel BelArosa in Arosa neu in den Vorstand.

Frequenz ist nicht gleich Gewinn

Präsident Franz Sepp Caluori ordnete das Tourismusjahr 2025 als Erfolg ein. Mit 5.68 Millionen Hotel-Logiernächten erreichte Graubünden das beste Ergebnis der letzten 15 Jahre. Gleichzeitig betonte Caluori, dass sich der Erfolg der Branche nicht an Frequenzen allein messen lasse – wirtschaftlich entscheidend sei, was unter dem Strich in den Betrieben übrigbleibt.

GastroGraubünden weist darauf hin, dass viele Hotel- und Gastronomiebetriebe trotz guter Nachfrage unter erheblichem Kostendruck stehen. Höhere Löhne, steigende Energiepreise und teurere Lebensmittel belasten die Rentabilität.

Hinzu kommt der anhaltende Arbeitskräftemangel. Aus Sicht des Verbands braucht die Branche deshalb keine neuen Zusatzbelastungen, sondern verlässliche und unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen.

«Wer starke touristische Leistungen erwartet, muss auch für Rahmenbedingungen sorgen, die wirtschaftlich tragbar sind», sagte Franz Sepp Caluori, Präsident von GastroGraubünden.

Der Winter bleibt das wirtschaftliche Rückgrat

Ein zentrales Thema der Delegiertenversammlung war auch die unterschiedliche wirtschaftliche Bedeutung von Sommer und Winter. Zwar sind die Logiernächte über das Jahr inzwischen beinahe ausgeglichen, was hoch erfreulich ist, doch bei der Wertschöpfung bleibt der Winter klar entscheidend. So entstehen rund 70 Prozent der touristischen Einnahmen im Winter, bei den Bergbahnen sogar rund 90 Prozent.

Für GastroGraubünden ist deshalb klar: Der Winter bleibt das wirtschaftliche Rückgrat des Bündner Tourismus und sichert Investitionen, Arbeitsplätze und die Weiterentwicklung des gesamten Systems.

«Die eigentliche Herausforderung ist, für den Sommer ein Geschäftsmodell zu finden, das dieselbe Zahlungsbereitschaft und Wertschöpfung auslöst wie der Winter», sagte Franz Sepp Caluori.

Nachwuchsarbeit und Rekrutierung bleiben zentral

Neben den wirtschaftlichen und politischen Themen verwies GastroGraubünden auf die Fortschritte bei der Nachwuchsförderung und Fachkräftegewinnung. Die Imagekampagne «Hesch z’Züg zum…?» wurde 2026 mit dem «Swiss HR Award» ausgezeichnet.

Gleichzeitig hat der Verband mit dem Projekt «graubünden job match» die Rekrutierung neu gedacht. Damit geht er innovative Wege in der Arbeitskräftegewinnung. Auch die praxisnahe Aus- und Weiterbildung bleibt ein zentrales Handlungsfeld zur Stärkung der Bündner Betriebe.

Für einen besonderen Akzent sorgte das Rahmenprogramm der Delegiertenversammlung. Anstelle klassischer Grussworte suchte Franz Sepp Caluori im Interviewformat das direkte Gespräch mit Standespräsidentin Valérie Favre Accola und Regierungsrat Marcus Caduff.

Mit Maurus Ebneter, Vorstandsmitglied von GastroSuisse, war zudem auch der nationale Verband vertreten. Ein Inputreferat von Dr. Christian Lang zum Thema «What great Leaders do differently» setzte Impulse für eine zeitgemässe Führungskultur in der Branche.

Der Vorstand von GastroGraubünden mit Präsident Franz Sepp Caluori (links) und Geschäftsführer Marc Tischhauser (rechts). gastrogr.ch


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