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18.05.2026
Superblocks sind umstritten
Parkplätze weg, dafür mehr Littering und Lärm
Vor fast einem Jahr habe ich an dieser Stelle, kurz nach der Eröffnung der ersten Superblocks, geschrieben. Im St. Johann befürchteten kritische Stimmen aus der Gastroszene, dass der Abbau von allen Parkplätzen im Superblock-Perimeter für leere Tische in der Baiz sorgen könnte. Heute, bald ein Jahr später, hat die betroffene Baiz geschlossen und die Tische bleiben für immer leer.
Natürlich ist es zu einfach, dem Superblock allein die Schuld zu geben. Dennoch kann die Erreichbarkeit für ein Lokal eine zentrale Rolle spielen, insbesondere wenn es viele auswärtige Gäste hat oder ein beliebtes Lokal für Handwerker über die Mittagszeit ist.
In letzter Zeit gab es schon einige Fazits zu den Superblocks. So wurde voller Euphorie über zwei ganze Seiten in einer lokalen Zeitung berichtet. Weniger super war, dass die Doppelseite in der Lokalzeitung nicht als Meinungsbeitrag eines betroffenen Anwohners deklariert wurde.
«Nicht so super»
Auch haben die Superblock-Euphoriker ein komisches Demokratieverständnis. Noch bevor der auf ein Jahr ausgelegte Superblock-Test ausgewertet wurde, haben sie keinen Bock mehr auf die Spielregeln. Der Test soll mittels Petition direkt in einen Dauerzustand überführt werden. Nicht so super.
Anfang Mai hat das Stadtteilsekretariat Kleinbasel zum «KleinStadtgespräch» über den Superblock im Matthäusquartier eingeladen. Auf der Gästeliste standen einige Superblock-Aktivisten aus dem St. Johann. Der Schreibende musste sich selber für den Anlass als Gast einladen. Nicht so super.
Super war dann aber, wie sich die betroffenen Anwohner im «KleinStadtgespräch» eingebracht haben. Viele direkt Betroffene äusserten ihren Unmut darüber, dass sie gar nicht gefragt wurden, ob sie überhaupt einen Superblock wollen. Man ärgerte sich über Littering und Lärm. Konkret forderte eine Anwohnerin: Da, wo jetzt ein Blumentopf steht, hätte ich gerne wieder einen Parkplatz.
Erwartungen nicht erfüllt
Scheinbar werden auch die Erwartungen der Befürworter nicht erfüllt. Menschen gingen davon aus, dass keine Autos mehr durch die Superblock fahren und dass Kinder einfach auf den Strassen spielen könnten. Das ist natürlich gefährlich. Auch wurde moniert, dass die Zufahrt zu den Superblocks schlecht signalisiert sei.
Wenn die Tests vorbei sind, dann gibt es einiges auszuwerten. Es ist zu hoffen, dass sich dann bei der Auswertung auch die kritischen Stimmen einbringen werden. Eines ist klar: Die Superblock-Aktivisten werden sich einbringen und darauf drängen, dass noch viele Superblocks in Basel realisiert werden.
Daniel Seiler, Grossrat FDP
Geschäftsführer ACS beider Basel
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Dossiers: Stadtentwicklung | Verkehrspolitik
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